serie | le brutalisme parisien




paris – chinatown
le brutalisme parisien | Man trägt ein bestimmtes Bild im Kopf, wenn man an Chinatown denkt – bunt, quirlig, voller Leben. Doch Paris bricht mit diesen Erwartungen und schenkt uns stattdessen eine leise Überraschung aus Stein und Struktur. Der „Brutalismus“ hat seinen Namen nicht von einer inneren Grausamkeit, er entspringt dem französischen béton brut – dem rohen, ungeschminkten Beton, der seine ganz eigene, ehrliche Poesie erzählt.
Irgendwie eine Reise in die 70iger und aus meiner Wahrnehmung schon etwas Ghetto Vibe inklusive. Wir waren am frühen Nachmittag unterwegs und das Viertel war fast Menschen leer, kaum eine Seele unterwegs. Umso besser für mich diese Atmosphäre in seiner puren Intensität mit der Kamera einzufangen. Mich persönlich beeindrucken solche Viertel, als auch der raue Brutalismus in seiner ganz eigenen Fazination.



La Défense
Die so beeindruckende moderne Skyline von La Défense deutet mit ihren gläsernen Spitzen in die Zukunft und lässt kaum Raum für Nostalgie. Umso faszinierender war die Entdeckung, die uns dort erwartete. Trotz der Dominanz von Stahl und reflektierenden Oberflächen bricht die Architektur immer wieder mit sich selbst – Relikte des Brutalismus erzählen im Fundament der Wohn- und Verkehrsnetze von der kühnen, rauen Vision der 1970er-Jahre. Ein unerwartetes Erbe, das der sterilen Moderne eine greifbare Schwere verleiht.








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